Homöopathie - Praxis Katja Fahrenkamp | Homöopathie Rinteln, Kalletal, Extertal, Auetal, Bückeburg, Stadthagen, Porta Westfalica

Leistungen - Heilpraktikerin Katja Fahrenkamp

Von Homöopathie über systemische Familienaufstellungen bis energetische Heilbehandlungen

Homöopathie

Was ist Homöopathie?

Der Begriff "Homöopathie" stammt aus dem Griechischen und kann mit "ähnliches Leiden" übersetzt werden. Der therapeutische Leitsatz der Homöopathie leitet sich davon ab: Similia similibus curentur - Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden. Dieses sogenannte Ähnlichkeitsprinzip begründete 1796 der deutsche Arzt, Apotheker und Chemiker Dr. Samuel Hahnemann. Er fand in vielen Selbstversuchen heraus, dass man eine Krankheit mit sehr kleinen Dosen eines Mittels behandeln kann, welches bei gesunden Menschen dieselben Krankheitssymptome hervorrufen würde.

Hahnemann hatte zu Anfang seiner Forschungen festgestellt, dass er nach der Einnahme der Chinarinde selbst krank wurde und malariaähnliche Symptome zeigte. Chinarinde wurde damals schon als Heilmittel bei Malaria eingesetzt. Damals wurde die Heilwirkung der magenstärkenden Wirkung zugeschrieben. Nach dem Selbstversuch mit der Chinarinde war Hahnemann anderer Meinung. Durch dieses Erlebnis begann er mit Freiwilligen Selbstversuche durchzuführen. Er prüfte an ihnen und an sich selbst über viele Jahre immer neue Arzneistoffe auf ihre Wirkung. Dabei wurden die auftretenden Symptome gewissenhaft festgehalten und so entstanden die ersten homöopathischen Arzneimittelbilder, die Aufschluss darüber gaben, welche Wirkung der jeweilige Stoff auf den menschlichen Organismus hat. Seine wichtigste Erkenntnis war aber, dass der gegebene Stoff im Krankheitsfall dem Patienten so ähnlich wie möglich sein musste. Je ähnlicher das Mittel dem Patienten in seinem jeweiligen Krankheitsprozess war, desto erfolgreicher unterstützte es die Heilung.

Die Aufgabe des Homöopathen besteht darin, für den Patienten das speziell für ihn in diesem Moment passende Heilmittel zu finden. Dafür ist zunächst eine sehr detaillierte Fallaufnahme nötig. Nur wenn beide sich wirklich viel Zeit nehmen und der Therapeut versteht, was die Persönlichkeit des Patienten in körperlicher, geistiger und seelischer Hinsicht ausmacht, ist es möglich das genau passende Mittel zu finden. In meiner Praxis arbeite ich sowohl prozessorientiert als auch miasmatisch. Die prozessorientierte homöopathische Therapie ist keine neue Form, sondern eine Erweiterung der klassischen homöopathischen Therapie. Die Miasmatische Homöopathie bietet sich an, wenn der Mensch schon über längere Zeit, also chronisch erkrankt ist. Zu weiteren Erklärungen schauen Sie bitte unter den jeweiligen Therapieformen.

Prozessorientierte Homöopathie

Diese Art der homöopathischen Therapie sieht den Menschen in einem fortlaufenden Prozess. Die Therapie wird als eine Abfolge von Entwicklungsschritten betrachtet und jede Phase bekommt besondere Aufmerksamkeit und eine speziell darauf abgestimmte Behandlung. Bei der klassischen Homöopathie wird meist nur ein individuelles Mittel gesucht und dann dauerhaft gegeben, wodurch Erfolge manchmal nur zeitlich befristet zu verzeichnen sind. In der prozessorientierten Therapie wird jeder Entwicklungsschritt mit einbezogen, den der Patient nach der Einnahme seines individuellen Mittels macht. Anhand von Träumen, neuen psychischen Befindlichkeiten oder auch Veränderungen im Umgang mit anderen Menschen wird geschaut, wie sich der Patient weiterentwickelt. Der Therapeut erkennt neue Mittelbilder, die zu Beginn der Therapie vielleicht noch nicht sichtbar waren. Sie zeigen andere Facetten der Persönlichkeit des Patienten, die zuvor nicht ausgelebt wurden. Der Patient erhält innerhalb dieses Prozesses also meist unterschiedliche Mittel, die ihm in der jeweiligen Phase am besten entsprechen. Die Persönlichkeit wird umfassend betrachtet, der Homöopath gibt mit der richtigen Arznei eine Hilfestellung zur weiteren Entwicklung und Gesundung.

Dabei wird auch die Lebenskraft des Patienten gestärkt, sodass der Körper selbst in der Lage ist gesund zu werden und dauerhaft zu bleiben. Dies ist nach der Vorstellung der prozessorientierten Homöopathie der beste Weg, um Krankheitsauslöser - egal welcher Form - richtig und vor allem langfristig zu beseitigen. Der Patient lernt dabei, selbst Verantwortung für seine Krankheit zu übernehmen und dadurch nachhaltig zu gesunden. Die Krankheit oder das Symptom an sich wird dabei als Wegweiser für den Patienten und den Therapeuten gesehen. Der Mensch wird auch deshalb krank, weil er sich nicht auf dem richtigen Weg befindet. Der Körper äußert sich mithilfe seiner Symptome. So gibt bereits der Ort der Erkrankung einen Hinweis darauf, welches gesundheitliche Thema bei dem Patienten im Vordergrund steht. Wird es erkannt und der Patient macht sich bewusst, woran er arbeiten muss, beginnt bereits die Heilung. Der Prozess in die richtige Richtung beginnt und der Therapeut gibt mit dem passenden Arzneimittel die Richtung vor. Wenn das Zusammenspiel zwischen der behandelten Person, dem Therapeuten und den jeweiligen Mitteln passt, dann kann es zur größtmöglichen Heilung kommen und der Patient darf ein wunderbares, gesundes neues Lebensgefühl erwarten.

Miasmatische homöopathische Therapie

Samuel Hahnemann stellte nach jahrelanger Arbeit mit seinen Patienten fest, dass bestimmte Erkrankungen klassisch homöopathisch nur schwer zu heilen waren. Er merkte, dass sich gerade chronische Erkrankungen häufig schwer behandeln ließen oder die Patienten nach ersten Behandlungserfolgen wieder in alte Krankheitsmuster zurückfielen. Au dieser Erkenntnis heraus entwickelte er die Miasmatik in der Homöopathie.

Unter einem Miasma (griechisch für „Befleckung“, „ Makel“) versteht man eine Krankheitskraft, die durch Vererbung durch unsere Ahnen an uns weitergegeben wird. Diese krankmachende Kraft beeinflusst in negativer Weise die physiologischen, regenerierenden und heilenden Abläufe im Körper. Der Körper kann sich in den verschiedensten Situationen des Angriffs von außen nicht selbst helfen, weil das Miasma die Eigenregulation unterbindet. Typisch ist, dass der Patient von kurzen Behandlungserfolgen berichtet und dann wieder in alte Krankheitsmuster zurückfällt. Mithilfe der miasmatischen Therapie wird daran gearbeitet, in einem längeren Prozess auf sanfte Weise krankmachende Muster zu lösen und so unschädlich zu machen. Dieser Prozess erfordert Geduld und Durchhaltervermögen seitens des Patienten. Der Erfolg, der sich oft schon während der Therapie einstellt, lässt ihn diese Anstrengung schnell vergessen.

Stellen Sie sich die Miasmatik einmal bildlich vor: Der Patient wird als eine Art Haus gesehen. Es gibt einen Keller, ein erstes Stockwerk und ein Obergeschoss. Im Keller des Hauses befinden sich die negativen, krankmachenden Faktoren. Dort wird in der Miasmatik begonnen. Der Keller wird aufgeräumt und ausgefegt. Alle belastenden Elemente müssen hinaus. Da kann es schon mal stauben. Der Keller steht für Destruktivität, für schwere Erkrankungen und für die Wurzeln, die über Jahrzehnte von unseren Ahnen an uns weitergegeben wurden. Nach mehreren Mittelgaben wird der Patient mit einem sogenannten „Treppenmittel“ in den ersten Stock geführt. Dort erwarten ihn drei Zimmer, die ebenfalls aufgeräumt werden müssen. Jedes Zimmer wird mit bestimmten homöopathischen Mitteln bearbeitet. Danach geht es weiter in das Obergeschoss. Auch dort muss behandelt bzw. aufgeräumt werden. In dieser Ebene erwartet den Patienten die größtmögliche Gesundheit.

Eine miasmatische Behandlung kann mehrere Monate dauern und der Patient kommt am Anfang alle vier und später alle sechs Wochen zu mir in die Praxis. Ziel der Therapie ist es, ihn im Obergeschoss zu halten, damit er nachhaltig gesund bleibt. Ist dem Körper einmal der Weg gezeigt worden, ist er schließlich selbst in der Lage immer wieder nach oben zu finden und seine Selbstheilungskräfte zu nutzen.

Fallbeispiel Homöopathie

Siebzehnjähriges Mädchen: Am Anfang der Anamnese gab sie sich sehr zurückhaltend und abwartend. Im Laufe der Kommunikation wurde sie etwas zugänglicher. Sie zeigte mir ihre Hände, die übersät waren mit vielen großen, blumenkohlartigen Warzen. Dabei hatte sie vor Scham Tränen in den Augen. „Ich mag meine Hände gar nicht mehr zeigen. Meine Freundinnen fragen mich dauernd, was das für Auswüchse sind.“ Ich bat sie mir aus ihrem Leben zu erzählen, angefangen bei der Kindheit bis in die Gegenwart. Sie sagte, dass früher alles leichter und irgendwie einfacher gewesen wäre. Sie fühle sich ständig zu irgendwelchen Dingen gezwungen, vor allem in der Schule. Außerdem hätte sie seit der Pubertät überhaupt kein Selbstvertrauen mehr und immer das Gefühl, sie müsse sich verstellen, um bei ihren Freundinnen, Freunden und Mitschülern anzukommen. Das würde aber nicht wirklich etwas nützen. Manchmal hätte sie überhaupt keine Lust mehr sich für irgendetwas anzustrengen, es hätte ja ohnehin alles keinen Sinn.

Ich frage sie, seit wann sie diese negativen Gefühle hätte, ob da ein Auslöser gewesen wäre. Sie überlegte einen kurzen Moment und sagte: „Ja, jetzt wo sie es sagen. Ich hatte vor längerer Zeit einen Freund, in den ich sehr verliebt war. Wir waren kurze Zeit zusammen und ich erlebte mit ihm ein ständiges Auf und Ab meiner Gefühle. Er sah unglaublich gut aus, dass ich das Gefühl hatte die Luft anhalten zu müssen. Dann wieder war er so unnahbar, dass ich dachte, warum bist du überhaupt mit ihm zusammen? Nach ein paar Monaten hat er ohne eine Erklärung mit mir Schluss gemacht und ich war am Boden zerstört. Ich konnte aber nicht weinen, habe mich nur verkrochen. Das ist jetzt zwei Jahre her und wenn ich es mir recht überlege, sind die negativen Gefühle mir gegenüber seitdem da. Vorher war ich, glaube ich, ganz okay. Ich habe mich damals gefühlt, als hätte er mich weggeworfen wie einen nutzlosen Gegenstand.“ Aufgrund dieses traumatischen Erlebnisses gab ich der Patientin eine Dosis Ignatia C1000. Ein gut wirksames antitraumatisches Mittel.

Folgetermin nach vier Wochen: Die Patientin erzählte, sie hätte drei Tage nach Einnahme des Mittels über längere Zeit viel weinen müssen. Danach wäre es besser geworden. Wenn sie jetzt an die Situation mit ihrem ehemaligen Freund denken würde, wäre das soweit in Ordnung. Die Warzen waren aber nach wie vor vorhanden und deshalb fragte ich weiter, wie sie sich aktuell gegenüber ihren Mitschülern und Freundinnen fühlen würde. Patientin: „ Es ist nach wie vor so, dass ich mich minderwertig fühle. Ich habe immer das Gefühl, dass ich nicht richtig bin, so wie ich bin und verstelle mich irgendwie.“ Durch die Warzen und auch andere Merkmale an ihrem Körper, die ihr nicht gefielen, fühlte sie sich schmutzig. Sie hätte manchmal einen regelrechten Selbstekel und könnte sich nicht anschauen. „Ich habe das Gefühl, dass Menschen mich verachten. Und das ist noch schlimmer geworden durch das Mittel. Außerdem habe ich zu nichts mehr wirklich Lust und halte Dinge auch nicht durch, die ich anfange.“

Ich gab ihr eine Dosis Lac caninum (Hundemilch) C 200. Dieses Mittel wird eingesetzt, wenn Menschen sich sprichwörtlich behandelt fühlen wie ein geprügelter Hund. Sie haben keine Selbstachtung mehr, haben extreme Selbstzweifel, fühlen sich schmutzig und haben Angst vor dem Versagen. Nach der zweiten Gabe des Mittels verschwanden die Warzen über Nacht vollständig. Die Hände sahen aus, als ob niemals eine Warze dagewesen wäre. Die Patientin selbst sagte, dass sie schon nach der ersten Mittelgabe eine deutliche Erleichterung gespürt hätte. Sie hätte sich plötzlich nicht mehr als schmutzig empfunden, sondern sich wieder so sicher in ihrem Körper gefühlt, dass sie zum ersten Mal seit Jahren wieder vollkommen frei in die Badeanstalt gegangen war, um sich in ihrem neuen Bikini vor ihren Freundinnen zu präsentieren. Auch der Selbstwert von früher war wieder da. Sie hatte nicht mehr das Gefühl sich verstellen zu müssen. Da der Körper häufig langsamer ist als der Geist, war offensichtlich noch eine zweite Mittelgabe kurz nach der ersten nötig, damit auch die Warzen verschwinden konnten. So zeigte die Seele, dass sie mit dem Körper wieder im Reinen war.

Lac caninum gehört zu der Reihe der sogenannten Milchmittel in der Homöopathie. Die Milchmittel wurden bereits vor mehr als 100 Jahren von dem amerikanischen Arzt Dr. Samuel Swan vorgestellt worden. Damals wurde der Wert dieser Mittel bei seinen Kollegen noch nicht anerkannt. Im Jahr 1880 schrieb Dr. James Tyler Kent, dass die „Lacs“ (Milchmittel) wahrscheinlich erst in 100 Jahren anerkannt werden würden. Wie recht er doch hatte! 1905 erschien Kents erste homöopathische Materia Medica als zusammengefasste Mitschrift seiner Vorlesungen. Dort beschreibt er die Milch zutreffend als „das Hauptnahrungsmittel im Frühstadium der Entwicklung des menschlichen und tierischen Lebens“ und schließt daraus folgerichtig v.a. für homöopathische Behandlungen, dass damit „eine enge Beziehung zu unserem innersten Wesen“ bestehe. Dies wurde mir durch den beschriebenen Fall ebenfalls sehr deutlich.

Systemische Einzelaufstellungen – Familienaufstellungen

Das Familiensystem - denn jede Gruppe kann als System angesehen werden - ist eine häufige Ursache für viele persönliche Probleme, die sich im Laufe eines Lebens zeigen. In konkreten Situationen zeigen sich oft bestimmte Verhaltensmuster, die meist unbewusst ablaufen und ihre Ursache in der Familie haben. Wenn diese Muster sichtbar gemacht werden, ergeben sich neue Lösungsmöglichkeiten. Viele Dinge kann man sich besser erklären, wenn sie aus einer anderen, neuen Perspektive gesehen werden.

Was kann man in einer Einzelaufstellung bearbeiten?

Grundsätzlich ist alles aufstellbar: Familien-, Partner- oder Beziehungsprobleme, Schwierigkeiten mit Menschen am Arbeitsplatz, Konflikte mit Kolleginnen und Kollegen, körperliche Probleme oder Krankheiten, belastende Gefühle wie Angst, Trauer oder Unzufriedenheit, aber auch Situationen, in denen wir Entscheidungshilfe brauchen wie z.B. Arbeitsplatzwechsel, ein Übergang in die Selbstständigkeit oder auch ein Hauskauf. All das, was Ihnen am Herzen liegt und wo Sie das Gefühl haben, nicht weiterzukommen, festzustecken und den Überblick verloren zu haben. Meist findet während der Aufstellung ein „Aha-Erlebnis“ statt. Es werden Dinge gesehen und erkannt, die uns einen anderen Blick und ein besseres Verständnis für eine schwierige Situation, Menschen oder auch Orte vermitteln. Aus diesem neuen Blickwinkel heraus können zum Beispiel Menschen und Situationen verstanden werden. Aus diesem Verständnis heraus können sich Menschen vergeben und wieder positiv miteinander umgehen. Auch ergeben sich häufig ganz neue Möglichkeiten im Privatleben oder im beruflichen Umfeld. Mit dem neuen Verständnis und veränderten Blickwinkel können Entscheidungen gefällt werden, an die bisher nicht gedacht wurde. Es wird alles leichter und klarer, bisher als schwierig und belastend erlebte Dinge werden plötzlich zu neuen Herausforderungen und Handlungsimpulsen zur persönlichen Weiterentwicklung. Lassen Sie sich überraschen!

Wie läuft eine Einzelaufstellung ab?

Zuerst erzählen Sie mir Ihr persönliches Anliegen. Danach besprechen wir das weitere Vorgehen, das am besten zu Ihnen und Ihrem Fall passt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Aufstellens. In meiner Praxis nutze ich häufig sogenannte Bodenanker, auf denen die Namen der Menschen stehen, die aufgestellt werden sollen. Diese Bodenanker sind die Stellvertreter für die Systemmitglieder. Oder ich nutze Stühle, um damit die unterschiedlichen Personen darzustellen. Eine andere Möglichkeit ist das Systembrett. Hierbei werden Figuren auf ein Brett gestellt, die dann die Funktion der Systemmitglieder übernehmen sollen. Bei der Einzelaufstellung haben Sie den Vorteil der absoluten Anonymität. Nur Sie und Ihre Therapeutin sind da und Sie befinden sich in einem geschützten Raum. Aber wie auch immer die Aufstellung stattfindet, Sie werden überrascht sein wie gut es funktioniert!

Entgiftungs- und Ausleitungsverfahren: Eine Einführung

Hippokrates von Kos, der als berühmtester Arzt des Altertums gilt und schon zu Lebzeiten hoch verehrt wurde, gilt als Begründer der Medizin als Wissenschaft. Er begann mit der Humoralpathologie, einer Krankheitslehre, die das Ungleichgewicht im sog. Säftehaushalt des menschlichen Körpers als eine Ursache von Krankheiten erklärt. Gesundheit wird dadurch erreicht, indem die Säfte wieder ausbalanciert werden. Hippokrates ging von vier Säften aus, von denen er die Temperamente ableitete:

  1. Gelbe Galle (griech. chole): Der cholerische Typ leidet an einem Übermaß an (saurer) Gallenflüssigkeit, was ihn zu einer aufbrausenden, jähzornigen Persönlichkeit macht.
  2. Schleim (griech. phlegma): Als phlegmatisch wird eine eher behäbige und träge, aber auch zähe Persönlichkeit bezeichnet.
  3. Blut (lat. sanguis): Der sanguinische Typ ist der temperamentvoll, schießt manchmal aber auch über das Ziel hinaus und wirkt hektisch.
  4. Schwarze Galle (griech. Melas, schwarz): Als melancholisch gilt der introvertierte, eher trübsinnige Typ, da bei ihm ein Übermaß an bitterer Galle vorliegt.

Hippokrates vertrat den Standpunkt, dass bei einem Ungleichgewicht dieser vier Säfte die inneren Organe gereinigt werden müssen, indem man die schädlichen Stoffe über die Haut nach außen ab- bzw. ausleitet.

Als Ableitungsverfahren bezeichnet man therapeutische Anwendungen, die die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten über die normalen Ausscheidungsorgane anregen (Haut, Darm, Leber-Galle-System, Nieren). Zur Anregung der Ableitung über die inneren Organe werden pflanzliche oder niedrig potenzierte homöopathische Arzneimittel verwendet. Für die Ableitung über die Haut kommen mechanische Verfahren hinzu, die aber die Haut nicht öffnen. Beispiele dafür sind das Trockene Schröpfen, Massagen oder Wickel.

Bei den Ausleitungsverfahren wird die Haut gezielt verletzt, wodurch ein künstlicher Ausscheidungsort geschaffen wird, über den der Organismus Säfte mit krankhafter Qualität ausscheiden kann, die über die natürlichen Wege nicht eliminiert werden können. Beispiele für Ausleitungsverfahren sind das Blutiges Schröpfen, Cantharidenpflaster oder Blutegel und Aderlässe.

Alle Ab- und Ausleitungsverfahren wirken zunächst einmal über die Haut-Reflexzonen. Jedes Organ steht über das Nervensystem in reflektorischer Verbindung zu einem oder mehreren Hautbezirken, die als „Reflexzonen“ bezeichnet werden. Erkrankungen innerer Organe können z.B. zu Schmerzempfindlichkeit eines Hautbezirkes auf dem Rücken führen. Durch Reizung dieser Reflexzone kann das entsprechende Organ über die Haut behandelt werden. Dieser Reiz an der entsprechenden Stelle auf der Haut regt über Reflexbahnen das verbundene Organ dazu an, seine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.

Der zweite wichtige Effekt der Ab- und Ausleitungsverfahren besteht in der Verbesserung der Säftequalität und ihrem Verhältnis zueinander. Viele Krankheiten entstehen durch die Ablagerung von Stoffwechselendprodukten (Schlacken) oder durch eine falsche Zusammensetzung bzw. Verteilung der verschiedenen Säfte im Organismus. Es gibt spezielle Therapien, die die Störungen im Säftehaushalt positiv beeinflussen. In meiner Praxis an wende ich das Trockene Schröpfen, das Blutige Schröpfen, das Baunscheidtverfahren und Cantharidenpflaster an.

Trockenes Schröpfen

Das Trockene Schröpfen ist ein uraltes Heilverfahren, das bereits in vorchristlicher Zeit in vielen Kulturkreisen der Erde angewendet wurde. Verwendet werden dazu glockenförmige Gläser, in denen ein Vakuum erzeugt wird und die auf die Haut aufgesetzt werden. Durch das Vakuum wird die Haut kräftig ins Glas gezogen, wobei eine kreisrunde Rötung entsteht, die erst blau-rot und nach einigen Tagen braun wird. Nach etwa einer Woche verschwindet sie vollständig. Schröpfgläser setzt man entweder direkt über schmerzhafte Gelenke, Muskeln oder sonstige Schmerzgebiete, oder sie werden in die Reflexzonen erkrankter Organe auf dem Rücken gesetzt, um die Organtätigkeit und die Selbstheilung zu aktivieren. Es ist auch eine bewährte Therapieform bei rheumatischen Beschwerden, die auf chronischen Entzündungen und mangelhafter Energie beruhen. Auch bei Rückenschmerzen, die durch Verklebungen - sogenannte Gelosen – verursacht werden, wird das Trockene Schröpfen erfolgreich eingesetzt. Auch bei Frauen mit Cellulitis kann eine Schröpfmassage an den Oberschenkeln vorgenommen werden. Hier erreicht man schon nach der ersten Massage eine deutliche Verbesserung der Haut, eine bessere Durchblutung und somit auch eine bessere Versorgung mit Nährstoffen. Bei reduzierter Funktionstüchtigkeit innerer Organe hat sich diese Art der Therapie ebenfalls bewährt. Selbst im Leistungssport wird heute das Trockene Schröpfen z.B. bei Problemen mit der Muskulatur sehr erfolgreich eingesetzt.

Blutiges Schröpfen

Das Ansetzen der Schröpfgläser erfolgt wie beim Trockenen Schröpfen, es werden aber zuvor mit einer Blutlanzette kleine Stiche in die Haut geritzt, über die eine kleine Menge Blut in das Schröpfglas gesaugt wird. Die Stiche verheilen nach einigen Tagen narbenlos. Das blutige Schröpfen wird angewandt bei Krankheiten und Schmerzzuständen, die auf akuten Entzündungen beruhen und bei denen das schmerzende Gewebe stark verhärtet oder verkrampft ist. Es ist eine sogenannte Energie-Überfülle bzw. eine Stauung vorhanden. Die Patienten sind meist direkt nach der Therapie schmerzfrei.

Baunscheidtverfahren

Der Entdecker dieser Behandlungsmethode hieß Baunscheidt und war selbst Rheumatiker. Er litt unter steifen und entzündeten Knien und wurde eines Tages von mehreren Mücken in der Nähe der krankhaften Gelenke gestochen. Diese Mückenstiche entzündeten sich und nach dem Abheilen waren auch die Schmerzen und die Steifheit in den Knien verschwunden. Durch dieses Erlebnis inspiriert entwickelte er daraus eine spezielle Therapie.

Beim Baunscheidtverfahren wird die oberste Hautschicht zunächst mit einer speziellen Nadelrolle oder einem Hämmerchen gestichelt. Anschließend wird ein hautreizendes besonderes Öl aufgetragen. Diese Hautreizung bewirkt eine vorübergehende Bildung von Quaddeln (mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen).

Durch dieses Reizverfahren und die künstliche erzeugte Entzündung in der Haut wird der Organismus angeregt sich selbst zu helfen. Dies ist eine bewährte Therapie bei rheumatischen Beschwerden wie z.B. Arthritis, Nervenschmerzen und bei Fehlfunktionen innerer Organe.

Cantharidenpflaster

Das Cantharidenpflaster ist eine recht drastische Maßnahme bei sehr hartnäckigen, therapieresistenten Schmerzen. Sie kommt dann zu Einsatz, wenn alles andere bisher nicht geholfen hat. Dazu wird ein Pflaster, das einen stark hautreizenden Wirkstoff aus der „Spanischen Fliege“ (Cantharis) enthält, über das Schmerzgebiet geklebt und über Nacht dort belassen. Es bildet sich eine flüssigkeitsgefüllte Blase, die mit einer Brandblase vergleichbar ist. Nach dem Entfernen des Pflasters wird die Haut steril verbunden. Auch hier wird ein Selbstheilungseffekt angeregt und zusätzlich werden über die Haut noch Stoffwechselendprodukte ausgeschieden, also eine Entgiftung provoziert.

Energetische Heilung bzw. Geistheilung

Diese Art der Therapie klingt zunächst etwas seltsam. Als ich vor mehreren Jahren zum ersten Mal damit in Kontakt kam, war ich ebenfalls nicht sofort überzeugt und brauchte einige Zeit, um mich auf diese Heilungsmethode wirklich einzulassen. Schließlich ließ ich mich selbst energetisch behandeln, um am eigenen Leib zu erfahren, was diese Methode leisten kann. Ich war danach sehr beeindruckt. Ich fühlte mich deutlich leichter, zugleich aber auch angenehm „geerdet“. Ich konnte tiefer durchatmen und empfand innerlich eine außergewöhnliche Ruhe und Entspannung. Dazu kam eine gelassene Heiterkeit, die ich – wie mir nach der Behandlung bewusst wurde – schon lange vermisst hatte.

Ich war damals nicht wegen eigener Beschwerden zum Heiler gegangen, sondern weil ich selbst erfahren wollte, wie diese Menschen arbeiten und wie die Energie auf mich wirkt. Ich war skeptisch und erwartete keine Wunder. Nach der sehr positiven ersten Erfahrung wollte ich es dann noch genauer wissen und studierte jede Menge Literatur zu dem Thema. Schließlich war ich mir sicher, dass ich diese Art der Therapie selbst erlernen wollte und bildete mich in Seminaren intensiv fort. Heute praktiziere ich das Energetische Heilen nach der Methode von Horst Krohne, einem der bekanntesten Geistheiler der Welt. Diese Therapie wird bei zahlreichen Beschwerden erfolgreich eingesetzt und ist z.B. bei allergischen Erkrankungen oft sehr gut geeignet. Häufig kombiniere ich auch die Homöopathie mit der energetischen Behandlung, da sich diese beiden Therapiemethoden sehr gut ergänzen.

Bei der energetischen Behandlung werden die Energieströme im Körper (Meridiane/Chakren) positiv beeinflusst. Wenn alle Chakren und Meridiane miteinander verbunden sind und frei fließen können, ist der Mensch gesund. Mithilfe der energetischen Behandlung werden die Energiebahnen dazu angeregt. Nichts anderes passiert z.B. auch bei der Akupunktur. Ein Heiler schafft es innerhalb einer Behandlung meist, alle Energiebahnen wieder frei fließen zu lassen. Das ist der Grund, weshalb man sich nach einer Therapie so ruhig, befreit und zugleich beschwingt fühlt. Das freie Fließen der Energie geht mit einem großen körperlichen Wohlbefinden einher. Es liegt jetzt an dem Patienten, ob er dieses „Angebot“ auf Dauer annehmen kann oder ob er wieder in alte Muster zurückfällt, die ihn zuvor krank gemacht haben. Entsprechend benötigen manche Menschen nur eine Behandlung, während bei anderen mehrere Sitzungen notwendig sind. In seltenen Fällen hat die Energie nur kurz Bestand, aber alle Menschen reagieren sehr positiv auf diese Behandlung. Lassen Sie sich überraschen!

Dorn-Breuss-Wirbelsäulentherapie

Dieter Dorn war ein Volksheiler, der diese Form der Therapie in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte. Es handelt sich um eine komplementärmedizinische und manuelle Methode, die auch Aspekte der traditionellen chinesischen Medizin einbezieht. Herr Dorn fand heraus, dass v.a. Bewegungsmangel und falsche Belastungen zu Fehlstellungen des Beckens und der Wirbelsäule führen, die dann Rückenschmerzen und viele andere Beschwerden nach sich ziehen. Er wusste, dass die Wirbelsäule und die angrenzenden Bereiche reflektorisch mit verschiedenen Organen verbunden sind. Die Dorn-Breuss-Methode zielt daher darauf ab, Fehlstellungen der Wirbelsäule mit sanftem Druck an den richtigen Punkten zu bereinigen und gleichzeitig diejenigen Organe ebenfalls zu behandeln, die durch die Störung negativ beeinflusst werden.

Diese Art der Therapie hat einen sehr positiven Einfluss auf die inneren Organe, die Energieströme im Körper (Meridiane) und auch die Psyche. Der Patient fühlt sich nach der Behandlung entspannt und leicht, der Schmerz wird gelindert. Gute Erfolge ergeben sich außerdem, wenn die Methode mit Schröpfgläsern kombiniert wird, die auf der Haut aufgesetzt werden.

Augendiagnose bzw. Irisdiagnose

Die Irisdiagnose ist sehr alte und bewährte Form der Untersuchung, die bereits bei den alten Ägyptern Erwähnung fand. Mithilfe der Dichtigkeit, der Farbe und vieler anderer Zeichen der Regenbogenhaut des Auges lässt sich der körperliche und der geistige Zustand eines Menschen bestimmen. Der ungarische Arzt Ignaz von Peczely erforschte und verfeinerte das Verfahren Mitte des 19. Jahrhunderts und bezeichnete es schließlich als Augendiagnostik. Von Peczely entdeckte als Kind im elterlichen Garten eine Eule, die am Bein verletzt war. Er erkannte bei seiner Untersuchung des Tieres in einem der Augen einen schwarzen Strich. Als das Bein später verheilt war, wurde daraus ein weißes Zeichen. Diese Beobachtung veranlasste ihn, sich eingehend mit den Augen von Lebewesen zu befassen. Er entwickelte erstmals eine systematische „topografische Karte“ der Iris, die bis heute immer weiter verfeinert und verbessert wurde.

Das gesamte Auge einschließlich der Iris gibt dem Diagnostiker z.B. viele wichtige Hinweise über den Zustand der Organe, des Nervensystems oder des Bewegungsapparates. Gerade für den Homöopathen ist die sog. Konstitution des Menschen von besonderer Bedeutung. In ihr erkennt der Therapeut, in welchen Bereichen möglicherweise eine Grundschwäche vorliegt, die positiv beeinflusst werden sollte. Auch dabei ist die Augendiagnose eine wertvolle Zusatzdiagnostik, die die klinischen Verfahren sehr gut unterstützen kann. Sie liefert ganz wichtige Hinweise auf das krank machende Grundgeschehen und kann somit die Grundlage bilden für die anschließende ganzheitliche Therapie und die nachhaltige Gesundung des Patienten.

Sprechen Sie mich bei Interesse gern an!